historisch


Käthe-Kollwitz-Schule:
Eindrucksvolle Präsentationen zum Holocaust-Gedenktag


Ein Kurs der Käthe-Kollwitz-Schule hat sich
mit dem Schicksal der Holocaust-Überlebenden
Inge Auerbacher beschäftigt und präsentierte
bei der Gedenkveranstaltung Bürgermeister
Christoph Tesche 
die Ergebnisse der Projekttage.
ONsüd-Bild: Stadt RE
Persönliche Schicksale von Menschen, die von den Nationalsozialisten drangsaliert, verschleppt und umgebracht wurden, standen im Mittelpunkt der städtischen Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag, der in diesem Jahr von Schülerinnen und Schülern der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule gestaltet wurde. „Ich bin beeindruckt, wie tief die Kinder und Jugendlichen in die Geschichte der Familien eingetaucht sind, die zum großen Teil in den Konzentrationslagern den Tod gefunden haben“, sagte Bürgermeister Christoph Tesche, nachdem er die neun Stationen, die im Schulgebäude aufgebaut waren, besucht hatte.

Drei Tage lang hatten sich Schülerschaft und Kollegium in allen Jahrgangsstufen intensiv mit dem Holocaust beschäftigt. „Uns kommt es darauf an, die Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, bei Anzeichen von Ausgrenzung, Rassismus oder Antisemitismus nicht wegzuschauen, sondern sofort tätig zu werden“, erklärte Rita Löffler, die Koordinatorin für Erinnerungskultur an der Gesamtschule in der Südstadt ist.

Genau diesen Aspekt hatte in seinem Grußwort auch der Bürgermeister in den Fokus genommen. „Wir müssen wachsam bleiben, beobachten und gegensteuern. Es darf kein Ende des Erinnerns geben, vielmehr ist es unsere Aufgabe, uns mit den Schicksalen der Opfer zu beschäftigen, um zu verhindern, dass sich so etwas jemals wiederholt“, betonte Christoph Tesche. „Es ist gut, dass ihr euch mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte so intensiv beschäftigt habt“, sagte der Bürgermeister in Richtung der Schülerinnen und Schüler.

An verschiedenen Stationen präsentierten diese die Ergebnisse ihrer Projektarbeit. Flucht, Vertreibung und Deportation wurden ebenso thematisiert, wie Einzelschicksale von Anne Frank und Inge Auerbach. Auf kreative Art und Weise hatte ein Kurs eine Friedensbrücke gebaut und den Bürgermeister gebeten, die darin integrierte Erklärung gegen Ausgrenzung und Rassismus zu unterschreiben. Dieser Bitte kam Christoph Tesche natürlich nach.

Eindruck hinterließ auch der Kurs „Darstellen und Gestalten“ der Jahrgangsstufe 8, der vor den Mitschülerinnen und Mitschülern sowie geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Jüdischer Kultusgemeinde und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ein Theaterstück aufführte, das auf beklemmende Art und Weise nicht nur den Völkermord der Nationalsozialisten, sondern auch die Auswirkungen von Kriegen zum Thema machte. Für das Ensemble, das mit Lehrer Dietmar Nowak das Stück „Verlust der Menschlichkeit“ einstudiert hatte, gab es viel Beifall.

Auf das Thema Krieg war in seiner Rede zuvor auch Christoph Tesche eingegangen. „Wir erleben gerade in der Ukraine auf tragische Wiese, dass Krieg keine Gewinner hat, sondern nur Verlierer hat. Wobei der Konflikt keineswegs nur unendliches Leid über die Ukraine bringt, sondern auch über die Familien der getöteten russischen Soldaten“, sagte der Bürgermeister.


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